Unsere einzige Verpflichtung anderen gegenüber,
unser einziger Sinn und Zweck,
besteht darin,
unserer Einzigartigkeit Ausdruck zu verleihen
und anderen zu erlauben,
das Gleiche zu tun.
ANITA MOORJANI
Ashtanga: "Die 8 Stufen des Yoga" nach den Yoga Sutras des Patanjali
1. Yamas: Der Umgang mit unseren Mitmenschen
1.1 Ahimsa = Gewaltlosigkeit
अहिंसाप्रतिष्ठायं तत्सन्निधौ वैरत्याघः (II.35)
ahiṁsā-pratiṣṭhāyaṁ tat-sannidhau vairatyāghaḥ
"Wenn Nichtverletzen bzw. Gewaltlosigkeit fest begründet sind, werden Feindseligkeit oder Streitigkeiten in der Gegenwart des Yogis aufgegeben."
Gewaltlosigkeit bezieht sich auf Gedanken und Taten. Eine friedliche Haltung gegenüber anderen Menschen, und allen Lebewesen, gilt als die Basis eines harmonischen Miteinanders. Hier kann man zwei Stufen ableiten:
In der ersten Stufe erarbeitet man sich eine beständige friedliche Grundhaltung, so dass man täglich seine Gedanken und Handlungen überprüft. Das bezieht ebenso eine ethische, nachhaltige und ressourcenschonende Ernährungs- und Lebensweise mit ein. Man erarbeitet sich eventuell neue Denk- und Verhaltensmuster für Situationen, in denen man mit negativen Äußerungen oder Taten in Berührung kommt.
In der zweiten Stufe ist man in der Gewaltlosigkeit so fest begründet, dass man keine negativen Gedanken, Gefühle oder Emotionen anderen gegenüber empfindet. Nach dem Gesetz der Resonanz
gilt: "Gleiches zieht Gleiches an". Eine friedliche innere Haltung fördert ein friedliches Umfeld und damit Miteinander.
Ashtanga: "Die 8 Stufen des Yoga" nach den Yoga Sutras des Patanjali
1. Yamas: Der Umgang mit unseren Mitmenschen
1.2 Satya = Wahrhaftigkeit
सत्यप्रतिष्थायं क्रियाफलाश्रयत्वम् (II.36)
satya-pratiṣthāyaṁ kriyā-phala-āśrayatvam
"Ist man in der Wahrhaftigkeit fest begründet wird jeder Gedanke zur Wirklichkeit."
Die Lebenskunst besteht darin denken, sprechen und handeln in Einklang zu bringen. Jeder Gedanke ist bereits Energie, und mit jeden Gedanken erschaffen wir unsere Wirklichkeit: Wahrheit fördert Wahrheit, Lügen ziehen weitere Lügen nach sich.
Auch hier ergeben sich wieder zwei Stufen: In der ersten Stufe bemüht man sich um Ehrlichkeit und Authentizität in denken, sprechen und handeln. Tief in der Wahrheit verankert zu sein bedeutet zu sagen was man wirklich denkt, und auch entsprechend der "inneren Wahrheit" zu handeln. Auch hier gilt als Grundlage das Prinzip von "Ahimsa". Einerseits ein Verzicht auf verletzende Gedanken oder Worte der Ironie, Sarkasmus oder Zynismus. Anderseits sind Schweigen oder Nicht-Handeln vorzuziehen, um andere nicht zu verletzten.
In der zweiten Stufe manifestiert sich die Kraft der Gedanken auch ohne Handlung zur Wirklichkeit: „innere“ und „äußere“ Wahrheit werden eins.
Ashtanga: "Die 8 Stufen des Yoga" nach den Yoga Sutras des Patanjali
1. Yamas: Der Umgang mit unseren Mitmenschen
1.3 Asteya = Nichtstehlen
अस्तेयप्रतिष्ठायां सर्वरत्नोपस्थानम्
asteya-pratiṣṭhāyāṁ sarvaratn-opasthānam
"Ist der Geist in der Haltung von Nichtstehlen fest begründet kommt materieller Wohlstand ganz von selbst."
Hier wirken mindestens zwei Gesetze zusammen: das Gesetz des "Karma" und das Gesetz der "Resonanz". Gleiches zieht Gleiches an, und so ernten wir die Früchte unserer Saaten, die wir als Gedanken oder Taten in den Boden der gelebten Wirklichkeit setzen. Positive Gedanken und Taten bewirken eine positive Rückkopplung unseres Umfeldes. Und ebenso erleben wir negatives Feedback, wenn wir mit einer negativen Einstellung unseren Mitmenschen begegnen. In einer geistigen Haltung von Zufriedenheit und Wohlstand wird kein Mangel empfunden. Das Blickfeld weitet sich und die bereits vorhandene Fülle wird sichtbar. Wird Fülle zur gelebten Wirklichkeit treten die Wünsche selbst und auch die Wichtigkeit ihrer Erfüllung immer weiter in den Hintergrund. Unrechtmäßiges Aneignen von materiellen oder geistigen Dingen findet auf dieser Ebene nicht mehr statt. Gleichzeitig entwickelt sich eine Haltung der ungefilterten Offenheit, in der erwartungsfrei gesendete Impulse von Bedürfnissen direkt beantwortet werden. Das Universum besteht aus Fülle und beschenkt uns mit Fülle!
Sadhana: "Täglicher Karma Yoga und Meditation"
Widme dich für zwei Stunden hingebungsvoll deiner täglichen Pflicht. Dann unterbreche deine Tätigkeit für 10 Minuten und widme dich einer spirituellen Übung, wie zum Beispiel einer Meditationstechnik. Konzentriere hierfür deine Gedanken auf ein Meditationsobjekt deiner Wahl. Es sollte etwas "Erhebendes" darstellen, wie göttliche allumfassende Liebe oder ein bestimmter göttlicher Aspekt. Deine Gedanken sollten ruhig, friedlich und heiter beim Meditationsobjekt verweilen. Entspanne dich vollständig. Nach zehn Minuten kannst du dich energetisch aufgeladen wieder deiner Tätigkeit zuwenden.
Alle zwei Stunden kannst du so deine täglichen spirituellen Übungen in den Tagesablauf integrieren. Indem du die Meditation auch durch andere Dinge ergänzt, wie lesen spiritueller Schriften, Gebete oder Hatha-Yoga Übungen.
"Yoga-Asana: Garbhasana"
Diese Yogaübung entspannt nicht nur die gesamte Wirbelsäule, sondern auch die Schulter-Nacken Muskulatur und die Rückenmuskulatur.
Das Nerven- und Energiesystem werden harmonisiert, so das der Geist zur Ruhe kommen darf. Diese Embryo-Haltung lädt dazu ein ursprüngliche Bedürfnisse wie Vertrauen, Demut und Loslassen zu entwickeln. Ein Kissen unter der Stirn bringt Gesäß und Kopf auf eine Höhe, was gerade bei Herz-Kreislauferkrankung oder Augenerkrankungen sehr wichtig sein kann.
Gleichgewichtshaltungen ermöglichen dem Geist sich "einpünktig" zu konzentrieren. Nur so wird der Körper in der erforderlichen Balance gehalten. Die Gedanken kommen zur Ruhe, Stille und Klarheit stellen sich ein. "Du kommst im Hier und Jetzt an!"
Santolanāsana: Stelle dich zunächst im Liegestütz auf, d.h. das Körpergewicht ist auf deine Hände und Zehen gestützt. Halte die Spannung im Gesäß für Stabilität und festen Halt. Nun drehe dich auf eine Seite. Der stützende Arm ist weiterhin gestreckt. Die Spannung im Gesäß sorgt für einen sicheren Halt, so dass du nun den anderen Arm nach oben ausrichten kannst. Strecke die Wirbelsäule und lege die Füße aufeinander. Der Blick geht nach oben zum ausgestreckten Arm. Alternativ ruht der Arm auf dem oberen Oberschenkel.
Wirkungen: Förderung von Kraftausdauer in Rücken, Schultergürtel und Armen - Harmonisierung des Nervengewebes - Zunehmende innere Ruhe und geistige Gelassenheit
Du fühlst dich unzufrieden oder bist verärgert? Schon 60 Sekunden bewusstes Lachen reduziert körperliche Spannung und negative Emotionen!
Die erhöhte Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff bewirkt einen klareren Blick auf die aktuelle Situation und eine bessere Entscheidungsfindung. Von der tieferen Atmung profitieren aber auch der Stoffwechsel und vorallem das Immunsystem. Sogar das Schmerzempfinden kann herabgesetzt werden.
Lach dich glücklich: Glückshormone (Endorphine, Dopamine, Serotonine) bauen Stresshormone ab, sorgen für Zufriedenheit und Wohlbefinden.
Stress-Situation: Lächele ganz bewusst! Ziehe die Mundwinkel so hoch wie möglich, gerade wenn es schwer fällt. Schon nach einer Minute setzt die hormonelle Wirkung ein.
Gedanken-Kino: Stelle dir ein lustiges Bild oder Situation vor und visualisiere es/diese mindestens 60 Sekunden.
Feierabend: Lasse 5 Minuten lang alle positiven Ereignisse des Tages Revue passieren. Stelle dich vor einem Spiegel und lächele dir ganz bewusst anerkennend zu! Klopfe dir selbst auf die Schulter und/ oder applaudiere dir selbst durch intensives klatschen der Hände.
Tanze und Lache dich frei! Nimm dir mindestens 1 Minute Zeit für dein inneres Kind. Lache laut und herzhaft, springe und tanze im ganzen Raum! Klatsche in die Hände und auf deine Oberschenkel. Öffne dein Herz, durch das öffnen des Brustkorbs. Öffne die Arme und umarme Welt.
Schmerzen oder Prävention: Lache schallend in kurzen Silben: ha-ho-hi-hu-he etc. Oder denke dir selber lustige Silben aus. Wiederhole sie mindestens 2-3 Minuten und lache gezielt zum Schmerz. Lache ihn aus!
Lachen mit dem Partner: Setzt oder stellt euch gegenüber und schaut euch in die Augen. Jetzt fängt einer an zu lächeln, dann zu lachen und später schallend zu lachen. Der andere lacht automatisch mit. Schneidet Grimassen, lacht bewusst laut und ausgiebig. Danach mindestens 15 Sekunden umarmen!
Bedeutung:
Der Sonnengruß regt das Herz-Kreislaufsystem an und fördert Kraftausdauer und Beweglichkeit des gesamten Bewegungsapparats. Seine aktivierende Wirkung auf Körper und Geist beruht aber auch auf die Anregung des Flusses der Lebensenergie "Prana". Der Geist wird frisch und klar, der Körper und der Stoffwechsel werden angeregt, der Energiefluss harmonisiert.
